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Datum/Zeit |
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1.431 € |
-12,40 € |
-0,87 % |
22.04/09:45 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007030009 |
703000 |
- € |
- € |
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Rheinmetall-Aktie: Q1-Zahlen signifikant unterhalb der Markterwartungen 27.04.2012
Montega AG
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Thomas Rau, Analyst der Montega AG, bewertet die Aktie von Rheinmetall (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) weiterhin mit dem Rating "halten".
Rheinmetall habe heute seine Q1-Zahlen veröffentlicht. Diese seien sehr schwach ausgefallen und hätten auf operativer Basis um mehr als 30% unterhalb der Markterwartungen gelegen. Die Guidance für das Gesamtjahr sei vom Management dennoch bestätigt worden.
So sei das operative Ergebnis (EBIT) um fast 90% auf nur noch 4 Mio. Euro eingebrochen. Auch wenn man das Vorjahresergebnis um den darin enthaltenen positiven Einmaleffekt (resultierend aus der Anteilsaufstockung bei ADS Schutzsysteme) von 11 Mio. Euro bereinige, falle der Ergebnisrückgang massiv aus und sei deutlich stärker ausgeprägt als von den Analysten erwartet.
Dieser sei neben dem oben angesprochenen Effekt auf einen Verlust in den erstmals einbezogenen logistischen Fahrzeugen von MAN Military Trucks (negativer Effekt: 4 Mio. Euro), auf Minderumsätze von 40 Mio. Euro in besonders margenstarken Aktivitäten, wie Waffe & Munition, (negativer Effekt: 13 Mio. Euro) und einem verschlechterten Produktmix (negativer Effekt: 6 Mio. Euro) zurückzuführen.
Darüber hinaus falle auf, dass RHM - ohne die erstmalige Einbeziehung von MAN Military Trucks - in Q1 ein deutlich höheres negatives organisches Umsatzwachstum (von -10%) als von den Analysten erwartet erzielt habe. Der Auftragseingang sei zwar im Vergleich zum erklärtermaßen sehr schwachen Vorjahr um mehr als 36% gestiegen, allerdings sei dieser deutliche Zuwachs in einem nicht unerheblichen Maße auf die Übernahme bzw. Einbeziehung von MAN Military Trucks zurückzuführen.
Während der Umsatz um fast 9% auf 638 Mio. Euro angestiegen sei (globale Automobilproduktion sei im gleichen Zeitraum um fast 8% gewachsen), sei das operative Ergebnis (EBIT) um 15% auf 46 Mio. Euro gestiegen. Die entsprechende EBIT-Rendite sei somit auf 7,2% gestiegen und habe damit nicht nur über dem Wert des Vorjahres, sondern auch deutlich über dem des Vorquartals gelegen.
Rheinmetall halte trotz des sehr schwachen Jahresauftakts weiterhin an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest. So erwarte das Management weiterhin einen Anstieg des Konzernumsatzes auf 4,9 Mrd. Euro (2011: 4,5 Mrd. Euro) und ein operatives Ergebnis (EBIT) auf dem Niveau des Vorjahres (2011: 354 Mio. Euro). Für den Automotive Bereich bedeute dies einen Umsatzanstieg von rund 5% auf etwas mehr als 2,4 Mrd. Euro (Montega: 2,382 Mrd. Euro) und ein leicht verbessertes Ergebnis (Montega: +6% auf 160 Mio. Euro).Für den Defence Bereich prognostiziere das Unternehmen einen Umsatzanstieg auf rund 2,5 Mrd. Euro (Montega: 2,507 Mrd. Euro) und ein schwächeres operatives Ergebnis (Montega: -7% auf 208 Mio. Euro).
Die Analysten würden davon ausgehen, dass die Aktie nach den sehr schwachen Zahlen weiter korrigieren und damit seine Underperformance gegenüber dem MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741) (RHM: +0,5% vs. MDAX: +8%) weiter fortsetzen werde. Die Analysten würden kurzfristig keinen Katalysator sehen, der eine Neubewertung der Aktie auslösen könnte. So dürften sich die Ergebnisse in Q2 zwar gegenüber Q1 tendenziell wieder verbessern, allerdings würden die Analysten davon ausgehen, dass diese, infolge eines anhaltend schwachen Defence Ergebnisses, auch in Q2 unterhalb der Vorjahreszahlen liegen würden.
Darüber hinaus würden potenzielle Großaufträge weiter zeitlich nach hinten verschoben, sodass die Analysten für Q2 tendenziell noch nicht mit der Ankündigung von Großaufträgen bzw. einer nochmals deutlichen Verbesserung des Auftragseingangs rechnen würden. Zudem würden die Analysten davon ausgehen, dass die Guidance von RHM in Anbetracht der schwachen Ergebnisentwicklung in Defence einem zunehmenden Risiko unterliege. Die Analysten würden erwarten, dass die Guidance in den kommenden Monaten auch in zunehmendem Maße vom Markt aber auch den Analysten in Frage gestellt werde.
Die Analysten der Montega AG bleiben bei ihrer "halten"-Empfehlung für die Aktie von Rheinmetall. Das Kursziel werde nach wie vor bei 49,00 Euro gesehen. Für einen Neueinstieg sei es nach Erachten der Analysten aufgrund der oben angesprochen Faktoren noch zu früh. (Analyse vom 27.04.2012) (27.04.2012/ac/a/d)
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